Aktuelles

Nachrichtenheft Nr. 48 des Martinszeller Verbands e.V.  druckfertig

Liebe Großfamilie,

das 48. Nachrichtenheft ist druckfertig und wird in den nächsten Tagen per Post verschickt.
Ausserdem kann es im geschützten Bereich dieser Website als pdf-Dokument heruntergeladen werden.
Um in den geschützten Bereich zu kommen, benötigen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort, das Sie auf formlosen Antrag (per E-mail)  bei der Werner-Zeller-Stiftung erhalten (werner-zeller-stiftung@t-online.de).
Näheres siehe unter: 
http://www.martinszeller-verband.de/mitgliedschaft/

Friederike Zeller: Briefe aus einer anderen Zeit

Aus der Backnanger Zeitung erfuhren wir, dass die 14-jährige Friederike Zeller (Tochter von Sebastian Zeller §185.3) die Geschichte ihres Urgroßvaters Hermann Otto Zeller (§185) aufgearbeitet und den Förderpreis beim 26. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten dafür erhalten hat. Friederike hat uns erlaubt, den Anfang ihres Beitrages abzudrucken, ihre vollständige Recherche kann nachfolgend als pdf-Datei heruntergeladen werden.

„Als die Familie Zeller das Haus von Friederikes Großvater übernahm, stieß sie auf die Unterlagen auf dem Dachboden. Mit ihrem Vater Sebastian Zeller schaute sich Friederike einige Briefe an. „Bei manchen hatte man Angst, dass sie zerfallen, wenn man sie anfasst“, sagt die 14-Jährige. Aber sie sei noch zu jung gewesen, um sich wirklich für die Geschichte zu interessieren.

Am Max-Born-Gymnasium erfuhr sie im letzten Jahr von der Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, dem größten historischen Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland, der Körber-Stiftung. Das Rahmenthema hieß „So geht’s nicht weiter. Krise, Aufbruch, Umbruch“. Am Schreiben und auch an Geschichte sei sie inzwischen sehr interessiert, sagt die Neuntklässlerin. Die Idee reifte, einen Beitrag aus ihrer eigenen Familiengeschichte einzureichen mit dem Titel „Die Krisen der Nachkriegszeit und der Entnazifizierung am Beispiel von Dr. Hermann Zeller“. (Backnanger Zeitung vom 18.6.2019)

Einleitung ihrer Recherche:

Auf den Geschichtswettbewerb wurde ich durch meine Geschichtslehrerin am Max -Born Gymnasium Backnang, Frau Conrad aufmerksam. Die Verbindung einer geschichtlichen Recherche, mit der Möglichkeit, darüber eine Hausarbeit zu schreiben, hatte einen Reiz für mich, da ich sehr gerne schreibe und mich die Geschichte meiner Vorfahren schon seit längerem interessiert. Dadurch war für mich schnell klar, dass ich mich mit einem biografischen Thema auseinandersetzen möchte. Was für Krisen, Auf- oder Umbrüche gab es in meiner Familie? Wie wurden diese Krisen bewältigt? Was kann ich aus der Krisenbewältigung für die heutige Generation ableiten auch für mich und meine Familie? All diese Fragen beschäftigten mich. Beim Stöbern durch einige Unterlagen, die meine Familie zuhause sammelt, fand ich eine Kopie der Entnazifizierungsakte meines Urgroßvaters Hermann Zeller. Mich interessierte dieses Thema sehr, obwohl ich wusste, dass es mit mehr Recherche verbunden sein würde, da wir im Geschichtsunterricht gerade erst die Weimarer Republik behandelten und ich daher mit meiner Lehrerin den Lernstoff vorarbeiten müsste. Ich beschloss in Rücksprache mit Frau Conrad, mich damit zu beschäftigen. Um mehr über meinen Urgroßvater zu erfahren, schrieb ich einen Brief an seinen Sohn, meinen Großonkel, den letzten lebenden Zeitzeugen aus der Familie. Dieser konnte mir erstaunlich viel darüber erzählen, wie meine Familie die Nachkriegszeit erlebt hatte. Da wir in der Schule das Thema Nachkriegszeit noch nicht behandelt hatten, las ich daheim viele Bücher und Artikel darüber, und beschäftigte mich konkret mit dem Entnazifizierungsverfahren in der amerikanischen Besatzungszone. Um auch allgemein etwas über die Nachkriegszeit in Deutschland zu erfahren, las ich sowohl mehrere Bücher und Artikel über dieses Thema als auch konkret über das Entnazifizierungsverfahren der amerikanischen Besatzungszone. Alle zwei Wochen traf ich mich mit Frau Conrad, erzählte ihr von meinen Ergebnissen, stellte ihr viele Fragen und wir besprachen auch die beste Vorgehensweise bei einer solchen Hausarbeit.

Je mehr ich über meine Familie, die Nachkriegszeit und das Entnazifizierungsverfahren herausfand desto sicherer war ich, dass es für mich die richtige Entscheidung war, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Quellen, auf die ich mich nicht wörtlich oder sinngemäß beziehe, sind im Quellenverzeichnis aufgelistet.

Hier der vollständige Text als download:
Die Krisen der Nachkriegszeit und der Entnazifizierung am Beispiel von Dr. Hermann Zeller

 

Friederike Zeller (ZEL §185.3)

Kommende Veranstaltungen

Tagung in Inzigkofen: „Reich Gottes in Württemberg – Einführung in die Kulturgeschichte des Pietismus“ 13.-16. Januar 2020

Die Geschichte des Pietismus ist lang und bunt,  füllt Bibliotheken, Institute, Konferenzen weltweit. Eine Einführung muß Ereignisse und Biographienauswählen, um den Pietismus, seine Frömmigkeit und sein Wirken im Alltag verstehen zu können.

Was der elsäßische Theologe Johann Jacob Spener in Frankfurt 1675 anstieß durch seine Publikation „Pia desideria“, wurde zur Erweckungsbewegung: zu einer neuen Form der Laienfrömmigkeit und zu einem ‚Volksbildungsprogramm‘, das zuzeiten auch Mißtrauen weckte, obrigkeitlich verfolgt und der Verschwörung verdächtigt wurde. Die Gründungen von Korntal, Königsfeld und Wilhelmsdorf (wohin eine Exkursion führt) entstanden in diesem Kontext.

Der ‚Neupietismus‘ des 19. Jhs. lebt in Württemberg bis heute, seine fast 300jährige Wirkungsgeschichte, seine Formen und Kontinuitäten sind singulär.

In Beispielen verfolgt das Seminar Orte, Zeiten und Biographien, Entstehung und Ausbreitung; und es fragt nach Wanderwegen und Agenten‘: Wer begann, wer begeisterte sich für die neue Bewegung? Wo hörte und lernte man darüber, wie breitete sie sich aus? Welche ‚Kulturformen‘, Alltagspraktiken und Werte entstanden, wurden weiter tradiert? So kommen Pfarrer und ‚höhere Stände‘, vor allem aber ‚kleine Leute‘ ins Blickfeld: Handwerker, Weingärtner, Frauen, Missionare mit ‚Missionsbräuten‘ und Kindern, die als Fromme und die „Stillen im Lande“ die Kultur- und  Landesgeschichte bis heute mit prägen.

Leitung:
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Esslingen
Dr. Dagmar Konrad, Rottenburg (Mittwoch)

Nähere Infos und Anmeldung unter:  http://www.vhs-inzigkofen.de/kurs/02006-20/301.html

Vortrag: „Entfernte Verwandte“-

Die Missionskinder der Basler Mission des 19. Jahrhunderts

Termin: Dienstag, 14.01.2020, 16.30 – 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart
Referentin: Dr. Dagmar Konrad Museum der Kulturen, Basel)
Kostenbeitrag: 5,00 € / 4,00 €

Nähere Infos unter: www.hospitalhof.de/programm/140120-entfernte-verwandte-die-missionskinder-der-basler-mission-des-19-jahrhunderts/

Tag der Archive in Leonberg am Samstag, den 07. März 2020

 „das ist ein ganz ander Ding, als wie in Deutschland …“

Der bundesweite Tag der Archive steht unter dem Motto „Kommunikation“. Das Stadtarchiv zeigt Auswandererbriefe aus dem 19. Jahrhundert, Postkarten mit Ansichten aus allen Ortsteilen sowie die kleinformatigen Vorläufer der Leonberger Kreiszeitung.

Das Stadtarchiv im Eltinger Rathaus ist geöffnet von 9.30-15 Uhr. Führungen durch das Archiv werden um 10 Uhr, 11.30 Uhr und 14 Uhr angeboten.

Liebesbriefe, Feldpost und private Tagebücher

Das Archiv für Familienforschung gibt es seit 30 Jahren. Im Archiv in der Seedammstraße 1 finden sich persönliche Aufzeichnungen aus 100 Nachlässen. Dazu gehören auch Kochbücher, Poesiealben und viele Briefe aus mehreren Jahrhunderten.

Das Archiv öffnet seine Türen von 10-15 Uhr. Führungen mit Bildpräsentation finden um 11.30 Uhr und 14 Uhr statt.
Nähere Infos folgen an dieser Stelle.

Ausstellung mit Magnus Friedrich Roos

Stuttgart. Am 21.03.2020 in der „Langen Nacht der Museen“ wird im bibliorama, dem Bibelmuseum, eine Sonderausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Ungleiche Paare – auf der Suche nach dem richtigen Leben“ werden Menschen mit Profil aus fast 2.000 Jahren Christentum in Württemberg und Hessen-Nassau einander gegenübergestellt. So stehen z.B. Prälat Magnus Friedrich Roos und Ernst Franz Ludwig Freiherr Marschall zu Bieberstein im Kontrast zueinander und zeigen ihre unterschiedlichen Denkweisen und Werte christlichen Lebens.

Öffnungszeiten, Dauer und spezielle Führungen entnehmen Sie bitte der Homepage des Bibelmuseum:

www.bibelmuseum-stuttgart.elk-wue.de

Samstag, 9. Mai 2020: 14-16 Uhr:

Mitgliederversammlung des Freundeskreis Prälat Magnus Friedrich Roos e.V. mit einem Vortrag von Dr. Hermann Ehmer „Magnus Friedrich Roos und Schweden“ mit einer Führung durch die (Sonder-)Ausstellung im bibliorama unter dem Titel: „Ungleiche Paare – auf der Suche nach dem richtigen Leben“ um 16 Uhr.

Ort: bibliorama Stuttgart, Museums-Pädagogischer Raum, Büchsenstrasse, Stuttgart